
Holzpreise Schweiz
Holz spielt in der Schweiz eine feste Rolle bei der Wärmeversorgung von Wohn- und Gewerbegebäuden. Der Markt für Scheitholz und Hackschnitzel ist stark regional strukturiert und weist zwischen den Kantonen klar erkennbare Unterschiede auf. Dieser Überblick ordnet den schweizerischen Holzmarkt ein und stellt die zentralen Zusammenhänge von Preisbildung, Angebot und Nachfrage dar.
Holzmarkt
Im Holzhandel werden Raummeter beziehungsweise Ster, Festmeter und Schüttraummeter verwendet. Eine ausführliche Erklärung der Maßeinheiten und der Marktsegmente finden Sie auf der Seite Holzpreise & Markt. Die regionale Verfügbarkeit unterscheidet sich innerhalb der Schweiz deutlich. Sie hängt vom Waldanteil, dem regionalen Holzaufkommen, der Anbieterstruktur und den Transportwegen ab. In waldreichen Regionen wie der Alpensüdseite und dem Jura können kurze Transportwege und ein höheres regionales Holzaufkommen die Versorgung erleichtern. Im dicht besiedelten Mittelland und in Regionen mit geringerem regionalem Holzaufkommen ist die Abhängigkeit von überregionalen Lieferungen größer. Die tatsächlichen Preise hängen zusätzlich von der Anbieterstruktur, der Aufbereitung und den logistischen Gegebenheiten ab. Die Preise und Lieferbedingungen schwanken jahreszeitlich. Im Herbst und Winter steigt die Nachfrage spürbar an, während im Sommer häufig günstigere Konditionen und kürzere Lieferzeiten möglich sind.
Marktentwicklung
In den letzten Jahren hat der schweizerische Holzmarkt deutliche Ausschläge erlebt. Die Preisspitzen bei Stückholz und Hackschnitzeln waren vor allem auf die Energiekrise, eine stark gestiegene Nachfrage sowie höhere Kosten für Aufbereitung und Transport zurückzuführen. Nach den Preisspitzen entwickelten sich die Märkte unterschiedlich. Die Preisentwicklung verlief je nach Zeitraum, Region und Sortiment uneinheitlich. Besonders bei Stückholz zeigten sich starke regionale Unterschiede. Hackschnitzel werden dagegen häufig über größere gewerbliche Lieferketten gehandelt und sind daher weniger stark lokal geprägt. In manchen Regionen normalisierte sich das Angebot schneller, in anderen blieb die Nachfrage länger hoch. Die Versorgungslage mit Scheitholz und Hackschnitzeln ist in der Schweiz grundsätzlich gegeben. Regionale Engpässe können insbesondere bei bestimmten Qualitäten oder Holzarten, in Zeiten hoher Nachfrage sowie in Ballungsräumen und Regionen mit geringem regionalem Angebot auftreten. Dort sind zeitweise auch längere Lieferzeiten möglich.
Einflussfaktoren und Versorgungslage
Mehrere Faktoren wirken gleichzeitig auf die Holzpreise in der Schweiz. Die Preise für fossile Energieträger beeinflussen die Attraktivität von Holzheizungen und damit die Nachfrage nach Brennholz. Die Baukonjunktur wirkt sich auf den Anfall von Restholz aus und beeinflusst das Angebot an Hackschnitzeln. Witterung und Schadereignisse wie Stürme oder Borkenkäferbefall können das Angebot kurzfristig stark verändern und die verfügbaren Mengen sowie die Holzqualität beeinflussen. Der Sturm Burglind im Januar 2018 führte in mehreren Kantonen zu einem außerplanmäßigen Holzanfall. Die zusätzlichen Holzmengen erhöhten vorübergehend das Angebot und belasteten den Rohholzmarkt. Je nach Schadensart, Aufarbeitung und Lagerdauer konnte die Verwendbarkeit des Schadholzes eingeschränkt sein.
Das entstandene Brutmaterial und die trockenen Jahre begünstigten in den Folgejahren den Borkenkäferbefall. Besonders stark betroffen war zeitweise das Mittelland. Auch im Jura und in der Ostschweiz nahm der Borkenkäferbefall deutlich zu. Politische Rahmenbedingungen und Förderungen wirken auf die Nachfrage nach Holzheizungen und beeinflussen damit den Brennstoffbedarf. Zusätzlich sind logistische Gegebenheiten und die regionale Anbieterstruktur von Bedeutung. Die langfristige Versorgungssicherheit hängt von der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und dem Verhältnis zwischen stofflicher und energetischer Nutzung ab. Ein ausgewogenes Verhältnis dieser beiden Nutzungsformen ist für die Versorgungslage auf dem schweizerischen Brennstoffmarkt wesentlich.
Häufig gestellte Fragen
Welche Maßeinheiten werden beim Holzverkauf verwendet?
Im Handel werden Raummeter (auch Ster genannt), Festmeter und Schüttraummeter verwendet. Die genaue Erklärung der Maßeinheiten finden Sie auf der Seite Holzpreise & Markt.
Wann ist Brennholz am günstigsten?
Außerhalb der Heizsaison, vor allem im Frühjahr und Sommer, sind die Preise oft niedriger und die Lieferzeiten kürzer. Im Herbst und Winter steigt die Nachfrage, was die Preise und Lieferzeiten beeinflussen kann.
Warum unterscheiden sich die Holzpreise regional?
Die Preise hängen vom regionalen Holzaufkommen, den Transportwegen, der Anbieterstruktur und der Nachfrage ab. In waldreichen Regionen wie der Alpensüdseite und dem Jura können ein höheres Holzaufkommen und kurze Transportwege die Preise begünstigen. Im dicht besiedelten Mittelland ist die Abhängigkeit von überregionalen Lieferungen teilweise größer.
Worauf ist beim Preisvergleich zu achten?
Beim Vergleich von Angeboten sollten Maßeinheit, Holzart, Feuchtegehalt, Scheitlänge, Aufbereitung, Liefermenge und Transportkosten berücksichtigt werden. Nur so lassen sich Preise realistisch gegenüberstellen.
Was kosten Scheitholz und Hackschnitzel aktuell?
Die aktuellen Preise für Scheitholz und Hackschnitzel schwanken regional und jahreszeitlich. Sie hängen von Holzart, Feuchtegehalt, Aufbereitung, Liefermenge, Jahreszeit und Transportweg ab. Die aktuellen Preise und ihre Entwicklung finden Sie in den Charts auf dieser Seite.
Hinweis zur Einordnung der Inhalte
Die Inhalte auf FireABC dienen der allgemeinen Orientierung rund um das Heizen mit Holz und Pellets. Technische Entwicklungen, gesetzliche Rahmenbedingungen und regionale Vorgaben können sich im Laufe der Zeit verändern. Zudem unterliegen Gebäudetechnik und heizungstechnische Systeme unterschiedlichen länderspezifischen Anforderungen. Die bereitgestellten Informationen erheben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder allgemeine Gültigkeit. Sie ersetzen keine individuelle Planung, Beratung oder Prüfung durch qualifizierte Fachbetriebe, Schornsteinfeger (DE), Rauchfangkehrer (AT), Kaminfeger (CH), Energieberater oder zuständige Stellen. Für eine fachgerechte Installation und einen sicheren Betrieb der Anlagen sind die geltenden rechtlichen und technischen Vorschriften sowie die Herstellervorgaben zu beachten.
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